Albert Eichhorn

 

Albert E., Architektur- und Landschaftsmaler, geb. in Freienwalde a. Oder 7. Juli 1811, † in Potsdam 19. October 1851, besuchte das Joachimsthalische Gymnasium in Berlin und widmete sich anfangs dem Baufach. Erst als bei Vermessungsarbeiten im Oderbruch der malerische Reiz der Landschaft ihn mächtig anzog, begann er autodidaktisch Naturstudien in Oel zu malen, die ein so bedeutendes Talent verriethen, daß er beschloß, sich ganz der Malerei zuzuwenden und nun den Unterricht von Tempeltei und Biermann in Berlin aufsuchte. Seine volle Entwickelung aber gewann er erst während einer 1840 unternommenen Reise nach Italien und Griechenland. Hier im Süden|erschloß sich ihm das eigentliche Feld seiner Begabung: die fast classisch wahrhaftig zu nennende Schilderung der südlichen Architekturen und Ruinen. Dabei weiß er die mit Verständnis und Schärfe gezeichneten Baulichkeiten und Landschaften in einen Licht- und Luftton zu tauchen, der bei aller Objectivität der Schilderung doch seine Arbeiten über die Vedute hinaus in das Gebiet der Stimmungslandschaft erhebt. Zumeist liebt er die volle helle Tagesbeleuchtung. Vielfach vom König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen beschäftigt, siedelte er in späteren Jahren von Berlin nach Potsdam über, in dessen Schlössern man noch heut den Maler am besten kennen lernt. In Charlottenhof daselbst führte er eine Skizze des Königs in einer von ihm erfundenen neuen Technik als großes Wandgemälde aus.
Quelle: Textauszug aus deutsche-biographie.de

 
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