Arnold Balwé

 

Bereits in seinen jungen Jahren lässt sich Arnold Balwé in Übersee-Feldwies am Chiemsee nieder und unternimmt von dort viele Studienreisen durch ganz Europa. Seit 1928 ist der Künstler in wichtigen Ausstellungen vertreten, so auf der Neuen Sezession in München, wie auch bei der Rheinischen Sezession in Düsseldorf. In der Zeit des Nationalsozialismus werden Balwés Arbeiten bei verschiedenen Ausstellungen in den Jahren 1938 bis 1943 beschlagnahmt. Bereits 1946 findet die erste Nachkriegsausstellung seiner Bilder in Prien am Chiemsee statt, 1949 folgt eine Ausstellung im Lenbachhaus München. Auch in den fünfziger Jahren bleibt die Ausstellungstätigkeit Balwés ungebrochen. Bis 1983 nimmt er jährlich an den Ausstellungen der "Neuen Gruppe" im Haus der Kunst München teil. 1982, ein Jahr vor seinem Tod, wird Arnold Balwé mit dem Oberbayerischen Kulturpreis geehrt. 1988 wird er mit einer mit einer umfangreichen Gedächtnisausstellung in Prien am Chiemsee geehrt. Balwé Arbeiten sind zeitlebens von einer außerordentlichen Malkultur geprägt. Seine postimpressionistisch-lyrischen Landschaften, Stillleben und Blumenstücke sind in kräftiger, pastoser Farbgebung und mit vitalem Pinselstrich ausgeführt.
Quelle: Artnet

 
BIOGRAFIE

1898in Dresden als Sohn eines holländischen Konsuls
frühe Jugend in Durban, Südafrika
Schulzeit in Bayern

1917Abitur in Würzburg

1918Landwirtschaftspraktikum in Niederbayern, dabei Bekanntschaft mit Elisabeth Staimmer seiner späteren Frau

19191 Jahr Architekturbüro

1920Studium an der Akademie Antwerpen bei Professor Gogo und Opsomer

19211 Jahr in Rom und restlichen Italien

1922 - 1927 Studium an der Akademie in München bei Professor Karl Caspar
seitdem in München und am Chiemsee ansässig.
viele Studienreisen in Europa

1927Heirat mit der Malerin Elisabeth Staimmer

1931Verlust von 6 Bildern beim Brand des Glaspalastes in München

1973Tod von Elisabeth Balwé-Staimmer

1983 gestorben in Prien am Chiemsee

 
AUSSTELLUNGEN

2009Ausstellung in Prien/Chiemsee

1998Kollektivausstellung Rosenheim

1988Gedächtnisausstellung in Prien

1983Kollektivausstellung im Bibliothekssaal der Herreninsel Beteiligung bei Hommage an das 8. Jahrzehnt, Galerie der Künstler in München

1981Kollektivausstellung in Freising, anschließend Kunsthaus Übersee (Exter)
Ausstellung Torhalle Fraueninsel

1975Kollektivausstellung Städtische Galerie, Rosenheim
Kollektivausstellung in Essen

1970Kollektivausstellung in Ludwigshafen

1967Ausstellungen in verschiedenen Städten, u. a. im Kunstverein München;
jährliche Beteiligung im Haus der Kunst, München (bis 1983, Neue Gruppe)

1949Städtische Galerie München Kollektivausstellung

1945 - 1946Erste Ausstellungen in Prien/Chiemsee

1938 - 1943Kunstverein Mannheim, Freiburg, Köln, acht Bilder beschlagnahmt und seither verschollen

1932Kollektivausstellung Galerie Heinemann, München.

1931Kollektivausstellung Amsterdam

1930Kollektivausstellung Galerie Heinemann, München.

ab 1928 Neue Sezession im Glaspalast und im Haus der Kunst München, sowie in den Städten Düsseldorf, Hannover, Basel, Regensburg, Augsburg u.a.

 
AUSZEICHNUNGEN

1981Oberbayerischer Kulturpreis

1922 - 1927 mehrere Auszeichnungen, unter anderem Alexander-von-Humboldt-Preis.

 
 

Bilder sind im Besitz von städtischen, staatlichen und privaten Sammlungen. Zahlreiche Kritiken und Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Kunstzeitschriften wie z.B. Bruckmann, Thiemig München, Harper New York und "Kunst und das schöne Heim", sowie in den Büchern "Süddeutsche Malerei" (Hans Heyn), "Maler am Chiemsee" (Fritz Aigner), "Begegnung mit Malern" (Münchner Kunstszene 1955-1980, Hans Kiessling), "Die Balwés" (Hans Heyn) und Vollmer (Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts)

 
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