Camille Claudel

 

Camille Claudel, die Weggefährtin von Auguste Rodin mit tragischem Lebenslauf, rechnet zu den bedeutendsten Bildhauerinnen der Moderne. Die 1864 in Frankreich geborene Camille Claudel fühlte sich schon im frühen Jugendalter zur Männerdomäne Bildhauerei hingezogen und formte beeindruckende Figurinen. 17jährig, Camille Claudel lebte mittlerweile mit ihrer Familie in Paris, erhielt das begabte Mädchen Unterricht an der Académie Colarossi; schon ein Jahr darauf bezog Camille Claudel, gemeinsam mit einigen Freunden, ihr erstes Atelier. Dort hatte der Bildhauer Alfred Boucher den jungen Künstlern Unterricht erteilt - bald folgte ihm ein weit Berühmterer auf diesem Posten nach: Auguste Rodin.
Das Verhältnis zwischen der jungen Schülerin und dem weit älteren Lehrmeister wurde bald enger, Camille Claudel trat in Rodins Atelier ein und fungierte als seine Assistentin, sein Modell, seine Muse und heimliche Geliebte. Die Beziehung war überaus schwierig und geradezu dramatisch, zerbrach jedoch erst 1898. Bald darauf, spätestens aber um 1906 zeigten sich Anzeichen einer psychischen Erkrankung, Camille Claudel zog sich zurück und zerstörte systematisch ihre Werke. Nach dem Tod ihres Vaters, im Jahr 1913, veranlasste ihre Mutter, zu der Camille Claudel ein schlechtes Verhältnis hatte, die Einweisung der Tochter in eine psychiatrische Anstalt. Ohne je wieder zu arbeiten, verbrachte Camille Claudel drei Jahrzehnte, bis zu ihrem Tod 1943, in Irrenhäusern.
Quelle: kettererkunst

 
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