Günther Blau

 

Das Werk von Günther Blau steht in der Tradition eines magischen Realismus, ist von Neuer Sachlichkeit und Surrealismus beeinflusst und der deutschen Romantik ebenso verbunden wie der italienischen „pittura metafisica“. Das Gesamtwerk besteht aus gut 1400 Gemälden, über 250 Grafiken und zahlreichen, bisher nicht gezählten Gouachen. Das Werkverzeichnis seiner Zeichnungen dokumentiert 849 Arbeiten.
Quelle: Wikipedia

 
BIOGRAFIE

1922geboren in Wuppertal

1940Ausbildung zum Bildhauer in der Klasse von Sepp Mages, Kunstakademie Düsseldorf

1941Einberufung zum Reichsarbeitsdienst; danach Soldat in Russland. In dieser Zeit zeichnet Günther Blau viel, v.a. Bildnisse von Krimtataren

1944Günther Blau erleidet auf der Krim eine schwere Verletzung, die zur Amputation des rechten Beines führt. Noch vor Kriegsende Übersiedlung nach Elnhausen bei Marburg

1946Beginn des Studiums der Malerei bei Hans Gött an der Münchner Akademie und bei Paul Mildner in Rottach am Tegernsee

1947Erste Italienreise ohne Geld und Papiere

1948Rückkehr nach Deutschland. Neben Landschaften malt Blau Kopien nach Werken alter Meister (Vermeer, van der Velde, van Gogh). Im Herbst erneuter Aufbruch nach Italien, es folgen jährliche Italienreisen

1951Wohnsitz in Gisselberg bei Marburg

1952Aufnahme des Studiums bei Kurt Wehlte und Wilhelm Schnarrenberger an der Akademie Karlsruhe; strengere Formensprache, zurückhaltende Farbigkeit, Stilleben und Stadtlandschaften dominieren
Aufenthalt in Paris

1952 - 1954Teilnahme am Unterricht des Zeichenlehrers Johann Heinrich Höhl in Marburg; Erlernung der druckgrafischen Techniken RegelmäßigeTeilnahme an den Jahresschauen in Marburg, Gießen und Wuppertal

1963Umzug nach Marburg (Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, Bilder wie die „KZ-Madonna“ entstehen) Bei der Recherche in der Marburger Stadtbücherei lernt er seine zukünftige Frau Ruthild Klaus kennen

1965Ankauf eines Gemäldes durch die Stadt Wuppertal und Gewährung eines Reisestipendiums

1967Heirat mit Ruthild geb. Klaus; zwei gemeinsame Töchter, die noch im Kindesalter an den Folgen einer schweren Stoffwechselkrankheit sterben

1992Ausstellung des druckgrafischen Werks im Marburger Universitätsmuseum, das bis 1991 259 Nummern umfasst. Jeweils ein Exemplar der Lithografien befindet sich in der Sammlung des Marburger Universitätsmuseums. (Entstehung des WKV) Erstmals Reise zum Mattherhorn, das er zuvor mehrfach gemalt hat

1997Ende der künstlerischen Arbeit

2007Am 16. November stirbt Günther Blau nach langer, schwerer Krankheit in Marburg

 
AUSSTELLUNGEN

2017Retrospektive, Museum Bad Arolsen

2016Frankfurt am Main, Galerie Schwind
Die Gegenwart der Dinge (Otto Ubbelohde-Haus, Goßfelden)
Gemälde und Zeichnungen (Bilderhaus Krämerbrücke, Erfurt)

2015Berlin, Galerie Schwind (Katalog)

2014Wuppertal, Von der Heydt-Museum

2012Zeichnungen, Kunsttreff, Frankenberg

2011Marburg, Galerie Lorraine Ogilvie

2006Marburg, Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität (Das zeichnerische Werk)

2005Druckgrafik, Rathaus Biedenkopf

1999Marburg, Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität (Das malerische Werk)
Wilhelmshaven, Kunsthalle

1997Karlsruhe, Galerie Kirrmann

1996Stadtallendorf, Galerie Goldbach

1994 - 1995Frankfurt am Main, Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath

1992Marburg, Universitätsmuseum(Grafisches Werk)

1989Wuppertal, Kunsthandlung Schwarzkopf

1988Linz/Österreich, Stadtmuseum Nordico

1983 - 1984Frankfurt am Main, Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath 1984
Reutlingen, Hans-Thoma-Gesellschaft

1982Marburg, Universitätsmuseum

1981Marburg, Galerie in der Hofstatt

1980Frankfurt am Main, Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath
Paderborn, Kunstverein

1978Berlin, Galerie November

1977Detmold, Kunstverein

1976Marburg, Behringwerke

1975 - 1976Frankfurt am Main, Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath

1973Wuppertal, Von der Heydt-Museum
Kassel, Kunstverein

1973 - 1974Goethe-Institute in: Rom, Bologna, Padua, Genua, Mailand, Triest

1972Mainz, Kunstgeschichtliches Institut der Universität
Marburg, Universitätsmuseum
Frankfurt am Main, Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath (künstlerischer Durchbruch)

1969München, Galleria del Levante

1955Wuppertal (Skulpturen)

1954Marburg, Kirchspitzklause (Erste Einzelausstellung)

 
AUSZEICHNUNGEN

1991Verleihung des Marburger Kunstpreises

1977Auszeichnung mit dem Von der Heydt-Preis der Stadt Wuppertal

 
 

Werke in öffentlichen Sammlungen: Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg Von der Heydt-Museum Wuppertal Staatsgalerie Stuttgart Oberhessisches Museum Gießen Museum Schloss Wilhelmshöhe Kassel – Grafische Sammlung Kunstmuseum Solingen/Museum Baden Museum Kunst der Westküste Föhr

 
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