Max Beckmann

 

Max Carl Friedrich Beckmann war ein deutscher Maler, Grafiker, Bildhauer, Autor und Hochschullehrer. Beckmann griff die Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts ebenso auf wie die kunsthistorische Tradition und formte einen figurenstarken Stil, den er ab 1911 der aufkommenden Gegenstandslosigkeit entgegensetzte.
Beckmann war in seiner frühen Zeit Mitglied der Berliner Secession, stilisierte sich dann aber lieber als Einzelgänger. Der Moderne, insbesondere Pablo Picasso und dem Kubismus, setzte er eine eigenwillige Räumlichkeit entgegen. Zudem entwickelte er eine erzählende und mythenschaffende Malerei, insbesondere in zehn Triptychen. Besondere Bedeutung kommt Beckmann als prägnantem Zeichner, Porträtisten (auch zahlreicher Selbstporträts) und als subtilem Illustrator zu.
Quelle: Wikipedia

 
BIOGRAFIE

1884in Leipzig als Sohn eines Grundstücksmaklers und Mehlhändlers geboren

1900 - 1903Studium an der konservativen Großherzoglichen Kunstschule in Weimar

1903 - 1904Studienreise nach Paris, wo Beckmann spätgotische Kunstwerke und wahrscheinlich auch Werke von Paul Cézanne und Vincent van Gogh kennenlernt

1905Übersiedlung nach Berlin, wo er sich der Berliner Secession anschließt

1906Beckmann erhält den Villa-Romana-Preis, der mit einem Studienaufenthalt in Florenz verbunden ist, und stellt mit der Berliner Secession aus
Heirat mit der Malerin Minna Tube

1910Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldet sich Beckmann als Freiwilliger im Sanitätsdienst in Flandern. Es entstehen Zeichnungen und Radierungen, in denen er die Kriegseindrücke schildert

1915Entlassung aus dem Militärdienst nach einem psychischen Zusammenbruch, den er aufgrund seiner Erfahrungen in den Lazaretten erleidet
Aufenthalt in Frankfurt (Main)

1917Die Kriegserlebnisse lassen Beckmanns Stil einfacher, aber auch kantiger, expressiver und sozialkritischer werden

1919Er lehnt eine Berufung an die Weimarer Kunstschule (das spätere Bauhaus) ab

1925Übernahme des Meisterateliers der Städel-Kunstgewerbeschule in Frankfurt (Main)
Scheidung von Minna Tube
Heirat mit Mathilde von Kaulbach

1929Ernennung zum Professor in Frankfurt (Main)

1929 - 1932Jeweils von September bis Mai wohnt Beckmann in Paris

1931Beckmann wird von nationalsozialistischer Seite zunehmend angegriffen

1932 - 1933Mit der Entstehung des ersten von neun monumentalen Triptychen setzt eine neue Schaffensperiode ein. Das bisher Formale und Koloristische verbindet sich nun mit Deutungen der politischen Aktualität und einer geistvollen Umdeutung dieser Aktualität in universale Philosophie der Irrungen des Menschlichen überhaupt

1933Die Nationalsozialisten diffamieren Beckmann als "entarteten Künstler" und beschlagnahmen 509 seiner Werke aus deutschen Museen. Gemeinsam mit seiner Frau emigriert er nach Paris und später Amsterdam

1940Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Niederlande verbrennt Beckmann seine seit 1925 geführten Tagebücher

1947Übersiedlung in die Vereinigten Staaten, wo er an der Washington University Art School (St. Louis) eine Gastprofessur übernimmt

1948Umfassende Beckmann-Retrospektive im City Art Museum (St. Louis), die anschließend noch in Detroit, Los Angeles, San Francisco und Cambridge/Massachusetts gezeigt wird

1949Beckmann unterrichtet an der Brooklyn Museum Art School (New York)

1950Max Beckmann stirbt in New York

 
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