Otto Herbert Hajek

 

Otto Herbert Hajek (1927–2005) war einer der bekanntesten und einflussreichsten deutschen Bildhauer seiner Zeit. Nach anfänglichem Bezug auf den Expressionismus, entwickelte er sich zu einem Hauptvertreter des Informel in der Bildhauerei. Seine „Raumknoten“ und „Raumschichtungen“ hat er als Unikate in verlorerer Form sogar selbst gegossen. Mit dem Kreuzweg für Maria Regina Martyrum in Berlin-Plötzensee eroberte er sich im gleichen Stil die monumentale Form.
Seit den 1960er Jahren verfolgte er das Thema Farbwege. Farbbahnen ziehen sich zuerst über einzelne Plastiken aus Bronze oder Holz, greifen dann immer mehr in den Raum aus. Konsequent gelangte Hajek zu Projekten, in denen er architektonische Räume und schließlich Stadtplätze mit Form und Farbe gestaltete. Seine visionäre Vorstellung war: „Farbwege gehen über Städte und machen die Stadt dem Menschen als artifizielle Einheit bewußt. Farbwege sind Stadtkunst.“
Die Ausstellung aus Anlass von Hajeks 80. Geburtstag zeigt eine repräsentative Auswahl aus seinem vielfältigen Gesamtschaffen, das auch Zeichnungen, Grafiken und Gemälde umfasst. Die Stadtprojekte werden durch plastische Modelle, Entwurfscollagen und Originalfotos präsentiert. Sie bilden auch einen Schwerpunkt im Begleitbuch der Ausstellung, das die verschiedenen Entwicklungsstadien des Künstlers kompakt vorstellt.
Quelle: Georg Kolbe Museum

 
BIOGRAFIE

1927geboren in Kaltenbach / Böhmerwald

1947 - 1954Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Künste Stuttgart

1972 - 1979Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes

1978Ernennung zum Professor in Baden-Württemberg

1980 - 1992Leiter der Bildhauerklasse an der Staatlichen Akademie der Künste, Stuttgart

2005gestorben in Stuttgart

 
AUSSTELLUNGEN

2016Galerie Schrade, Karlsruhe

1999Sparda-Bank, Stuttgart

1988Galerie Schrade, Lindau

1988Nationalgalerie, Prag

1987Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

1979Staatsgalerie Stuttgart

1976Museum Ostdeutsche Galerie, Regensburg

1975Gallery Hobarth, Sydney

1965Museum Folkwang, Essen

1960Städtische Kunsthalle, Mannheim

 
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