Werner Berges

 

Werner Berges gilt als einer der Hauptvertreter der deutschen Pop Art, aber er selbst stand dieser Einordnung eher kritisch gegenüber. Im Gegensatz zu den amerikanischen Pop Art Künstlern, wie Andy Warhol oder Roy Lichtenstein, verfremdete Berges seine Motive. Das Anonyme spielte im Werk Berges’ eine bedeutende Rolle. Auch er selbst blieb gerne im Hintergrund und signierte seine Werke nur auf der Rückseite. Berges befreite Frauen aus ihrem Werbekontext und setzte sie in einen völlig neuen Bildzusammenhang. Er reduzierte die weiblichen Körper auf einfache Formen und kombinierte sie mit verschiedenen Mustern, wie Kreisen, flachen Farbstreifen oder ersetzte die Körperlinie durch lose Konturpunkte. Er selbst sagte, dass seine Raster nichts mit denen von Roy Lichtenstein gemein haben, denn er benutzte sie nicht zur Steigerung, sondern zur Verfremdung des Motivs. Bis auf wenige Ausnahmen handelte es sich bei Berges’ Frauen auch nicht um berühmte Persönlichkeiten.
Der Künstler fertigte nicht nur Bilder, sondern auch Skulpturen an. Insbesondere sein Motiv „Jede Menge Leute“ ist in verschiedenen Varianten im öffentlichen Raum mehrerer Städte zu sehen, z. B. vor dem Rathaus seiner Geburtsstadt Cloppenburg und in der Mitte eines viel befahrenen Kreisverkehrs in Lohne (Oldenburg).
Werner Berges war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und des Künstlerbundes Baden-Württemberg. Berges lebte und arbeitete in Schallstadt bei Freiburg und in Cadaqués/Spanien.
Quelle: Wikipedia

 
KUNST
 
BIOGRAFIE

1941in Cloppenburg geboren

1960 - 1963Studium an der Staatlichen Kunstschule in Bremen bei Johannes Schreiter

1963 - 1968Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Alexander Camaro

1966Aufnahme in der 1964 gegründeten Ausstellungsgemeinschaft Großgörschen 35

1973Vernissage im Haus des Bundespräsidenten

1977Übersiedelung von Berlin nach Schallstadt bei Freiburg

1985Stipendium der Djerassi Foundation Woodside, Kalifornien

2017verstorben in Schallstadt

 
AUSSTELLUNGEN

2017Werner Berges – Pop Art, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg
Werner Berges – 100+, LEVY Galerie, Hamburg
Werner Berges: Damals und heute, DavisKlemmGallery, Wiesbaden

2016Werner Berges Imaginationen - Arbeiten auf Papier, Museumsverbund Nordfriesland, Schloss vor Husum, Husum

2016Werner Berges: 50 Werke aus 50 Jahren, Kunsthalle Cloppenburg, Cloppenburg

2016 / 17Werner Berges: Groß und Klein, galerie pro arte, Freiburg

2014Hackstücke # 4 Werner Berges: Das druckgrafische Werk, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein

2014Mal gestreift, DavisKlemmGallery, Wiesbaden

2013No Paint, DavisKlemmGallery, München

2012Kunst+Kultur-Kreis Damme e.V., Damme, Lohne, Steinfeld

2011Neuffer am Park Kunsthalle, Pirmasens

2011 / 12mal abstrakt! — eine Auswahl zum 70. Geburtstag, Galerie Kammer, Hamburg

2010Haus Salmegg, Verein für Kunst und Geschichte Rheinfelden e.V.

2009Galerie Meier

2008 66 Porträts, Morat-Institut Freiburg
Jede Menge Leute, DavisKlemmGallery

2007Werner Berges und die Pop Art, Pan Kunstforum

2006Nord LB
Retrospective of Pop-Art -Grafiken, DavisKlemmGallery

2005Galerie Domberger
Einzelausstellung "Gestern und Heute" in der galerie pro arte

2004KfW Bankengruppe
Gruppenausstellung 20 Jahre galerie pro arte Altenbourg bis Zaumseil

2003Galerie Levy
Einzelausstellung"Jede Menge Leute"-Skulpturen und Collagen in der galerie pro arte

2002 Stadtmuseum Oldenburg

2001Einzelausstellung POP ART Arbeiten aus den 60-gern + 70-gern in der galerie pro arte

2000 Museum der Stadt Ratingen und Kunstverein Münsterland, Coesfeld

1999Kunsthaus Grenchen

1998 Kunstforum Zürich

1993Einzelausstellung "Neue Arbeiten" in der galerie pro arte

1984Galerie Eude, Barcelona

1973Vernissage im Haus des Bundespräsidenten

1965 Museumsdorf Cloppenburg

 
AUSZEICHNUNGEN

1985Stipendium der Djerassi-Foundation Woodside, Kalifornien

1981Regiopreis der Wirtschaft, Basel

1970Preis der Oldenburgstiftung

1969Förderpreis des Landes Niedersachsen Meisterschüler, Hannover

1967Burdapreis für Graphik, München
Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Bonn

19652. Preis für Malerei, Neues Forum, Bremen

 
WERKE IN SAMMLUNGEN

Landesmuseum Oldenburg
Kupferstichkabinett Berlin
Augustinermuseum Freiburg
Kupferstichkabinett Dresden
Sprengel Museum, Hannover
Museum Ludwig, Köln
Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein

 
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