Willi Dorn

 

Willi Dorn besuchte in Pfronten-Ried die Schule und erlernte danach das Schreinerhandwerk. Ab 1936 besuchte er die Holzbildhauerschule in München, wechselte dann in die Bildhauerklasse an der Akademie für Angewandte Kunst und ergänzte sein Studium ab 1939 durch den Besuch der Architekturklasse. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft ließ sich Willi Dorn 1945 zunächst in Villingen nieder, richtete sich in einer alten Schreinerwerkstatt ein und schuf erste plastische Arbeiten in Holz, Keramik, Metall und insbesondere immer wieder Skulpturen aus Bronze. Ausstellungen im süddeutschen Raum und im angrenzenden Ausland machten ihn bekannt und verhalfen ihm zu einem treuen Kundenkreis. Arbeiten für den öffentlichen Raum wie Brunnen, Wasserspiele, Wandkeramiken und die Gestaltung von Gedenkstätten zeigten die Vielfalt seiner künstlerischen Möglichkeiten. Ein besonders eindrucksvolles Zeugnis ist der Brunnen vor dem St. Georgener Rathaus, der an eine steingewordene Schwarzwaldtanne erinnert und der "Schillerstein". Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150sten Todesjahres von Friedrich Schiller am 18. September 1955 wurde er eingeweiht. Auftraggeber des Kunstwerkes war die Stadt Villingen. Der Ort vor dem Riettor wurde wahrscheinlich deshalb gewählt, da hier, nur wenige Meter vom heutigen Standort entfernt, schon seit 1805 – dem 100sten Todesjahr Schillers – bis einige Jahre nach dem 2. Weltkrieg ein 'Schillerdenkmal' stand.
Quelle: Villingen-Schwenningen

 
BIOGRAFIE

1916geboren in Pfronten-Ried im Allgäu (D)

1936 - 1937Holzbildhauerschule München

1938Akademie für Angewandte Kunst bei Prof. Josef Henselmann

1939 - 1942Akademie für Angewandte Kunst bei Prof. Richard Berndl

1939Architekturklasse bei Prof. Berndel

1946Umzug nach Villingen

1995gestorben in St. Georgen

 
AUSSTELLUNGEN

1960 - 1977Ausstellungen im Elsass, Monte Carlo, Berlin, Nürnberg, Heidelberg, Karlsruhe, Stuttgart, Offenburg, Villingen-Schwenningen und Bad Krozingen. Arbeiten im kirchlichen und öffentlichen Raum außerhalb Villingens

1954Teilnahme an der Ausstellung „Kunstpreis der Jugend“ in Baden-Baden

 
WERKE IN SAMMLUNGEN

St. Josefs-Altar in Gaggenau
Altarstein in St. Georgen
Gedenkstätte für Opfer des Luftangriffes auf Gaggenau
Kriegsopfer-Gedenkstätte und Brunnen vor der Sparkasse in St. Georgen
Portal der Meinradskirche in Radolfzell und Seitenaltäre in Fischbach
Wasserspiele beim Wasserwirtschaftsamt Offenburg, Mosaik und astronomische Uhr in St. Georgen
Fastnachtsbrunnen „Hexen und Hansele“ in Offenburg Gedenkstätte der Heimatvertriebenen in Villingen
Rathausbrunnen in St. Georgen
Brunnen bei Landeszentralbank Heidelberg
Sparkassenbrunnen in Gosheim

 
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